Anett Steiner

Der Wechsel allein ist die Beständigkeit - Schopenhauer

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Start Bücher Leseprobe: Markstein-Bestie

Die Markstein-Bestie

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Krypto-Fiction-Thriller. (Arbeitstitel: Das Markstein-Beast) Träumt nicht so mancher Wissenschaftler davon, die Existenz von legendären Lebensformen wie BigFoot und Nessi zu beweisen? Der junge Kryptozoologe Markstein geht zu diesem Thema einen ebenso absurden wie gefährlichen Weg. Einen Weg zu schnellem Ruhm. Doch ist der Preis, den er am Ende dafür zahlt, vielleicht doch zu hoch?

Auszug

...

Bastian Markstein schreckte auf. Sein Nacken schmerzte, seine Arme fühlten sich taub an, er war in denkbar unbequemer Pose an seinem Labortisch eingeschlafen. Die Anstrengungen der letzten Wochen steckten ihm in den Knochen und hatten eine Menge seiner Energien verbraucht. Er war mager geworden, blass.
Markstein atmete hörbar aus und rieb sich mit seinen knochigen Fingern über das unrasierte Kinn.
Ein Geräusch hatte ihn geweckt.
Das Brechen einer Eierschale. Knack.
Er schüttelte seine Müdigkeit ab und es dauerte viel zu lange, bis er begriff, was er gehört hatte.
Er sprang auf, riss den Stuhl mit sich um, der polternd über den staubigen Boden schlitterte. Das Licht flackerte, an den Türen rüttelte der Wind. Etwas Unheimliches lag in der Luft. Der Moment, der die Welt veränderte. Marksteins Welt. Für diesen Augenblick hatten sich die Entbehrungen gelohnt, das verdammt eintönige Leben hier draußen auf der Farm, die stickige Luft, die Malaria, die er durchlitten hatte.
Das spartanisch eingerichtete Labor war nicht groß. Markstein hatte es schnell durchquert. In der Ecke, gewärmt von Rotlicht, befand sich das Nest. Er hatte es selbst aus Gräsern, Zweigen, Wolle und Federn zusammengefügt, bevor er das Ei hineingelegt hatte. Das Ei, dessen Schale jetzt einen sichtbaren Riss zeigte.

(...)